Marcussen-Orgel

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erbaut von Jürgen Andreas Marcussen, 1871
für die Marien-Kirche zu Boren/Angeln

-heute die älteste Orgel Dortmunds
Auf ihr finden zwei- bis dreimal jährlich Orgelkonzerte statt, und ihr warmer, weicher Klang wird von zahlreichen Menschen sehr geschätzt.

Aufgrund ihrer Disposition im Zusammenspiel mit ihrer technischen Anlage mit Transmissionen ist sie trotz ihrer relativ geringen Größe vielseitig einsetzbar.

Die Orgel ist temperiert gestimmt und hat eine verhältnismäßig niedrige Stimmtonhöhe von 432 Hz auf a´, was dem Gemeindegesang sehr zugute kommt.

  1. rein mechanische Schleifenwindladen
  2. zwei Manuale & Pedal mit fünf Transmissionsschleifen zum Pedal
  3. konsequente Vollholzbauweise
  4. seitenspielig mit angebautem Spieltisch
Standort:
Katholische Kirche
Maria Königin,
Baroper Str. 378,
44227 Dortmund-Eichlinghofen
CD- Aufnahme:  >>>

Die Orgel steht seit dem Jahr 2001 (Orgelweihe: 28.10.2001) als Dauerleihgabe in der Dortmunder Kirche und wurde vor und während des Aufbaus von der Eigentümerin grundlegend restauriert.
Da man beim Nachfolge-Instrument in der Borener Marien-Kirche, ein Neubau von Lothar Banzhaf, der Ansicht war, man müsse der historischen Marcussen-Orgel teilweise ihr Pfeifenwerk nehmen um es im Neubau wieder zu verwenden, konnten die nun fehlenden Register von einer zwanzig Jahre zuvor abgebrochenen J. A. Marcussen-Orgel aus dem Jahre 1872 (Kropp / Schleswig-Holstein) adäquat ersetzt werden.

Disposition
   
     
I. Manual: II. Manual: Pedal:
Principal 8' Gedackt 8' Subbass 16'
Rohrlöte 8' Viola di Gamba 4' Octavbass 8'
Octave 4' Flöte 4' Gedackt 8'
Octave 2'   Choralbass 4'
Mixtur 2-3 fach   Viola di Gamba 4'
Trompete 8'   Posaune 8'
     

Cmbelstern, windgetrieben,

Koppel II/I

 

Intonation:
Jürgen Andreas Marcussen,
Henny Jahn

Restaurierung

Die Restaurierung und die Erweiterung der Orgel um zwei Pedalladen mit einem Subbass 16‘ ist streng nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten geschehen.
Der Neubauteil ist vollständig und spurlos rückbaubar und tangiert an keiner Stelle die historische Substanz. Er ist daher technisch sehr aufwändig gestaltet, mit einer Traktur über fünf Wellenbretter und zwei Winkelbalken. Er war aus akustischen Gründen in der großen Eichlinghofer Kirche sinnvoll.

Auf einer Internetpräsenz zu dieser Orgel heißt es:
Die Vorgänger-Orgel, 1871 von Meister Marcussen in Apenrade geschaffen, pfiff nach einer Lebensdauer von rund 130 Jahren sozusagen aus dem letzten Loch. Lediglich - wie zur Anerkennung der Leistungen dieses altehrwürdigen Instruments - wurden von Banzhaf vier Register in die neue Orgel transplantiert.
"Wie zur Anerkennung" klingt in diesem Zusammenhang wohl eher wie Hohn, denn man hat dadurch in Kauf genommen, ein historisches und ohne großen Aufwand restaurierbares, wunderschönes Instrument ohne jedes Geschichtsbewusstsein zu zerstören und durch einen Neubau zu ersetzen, der nach etwa 10 Jahren bereits überholt wurde.

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Spielnische
Klaviaturen
Wellenrahmen
 
Spielnische
Klaviaturen
Wellenrahmen
         
Prospekt
Wellenrahmen
Pfeifenwerk
Manubrien
Ventilkammer
Prospekt
Wellenrahmen
Pfeifenwerk
Manubrien
Windstube