Bochum-Weitmar (Goldhamme), St. Anna-Kirche

gebaut in den siebziger Jahren von Orgelbau Feith, 2 Manuale + Pedal, 25 Register, elektrische Schleifenladen

Gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen der Gemeinde St. Anna, Bochum, haben wir das Unmögliche möglich gemacht und die Orgel der 2007 entwidmeten Herz-Jesu-Kirche in Bochum-Hordel nach St. Anna geholt. Außer mir als beaufsichtigende Orgelbaumeisterin waren Gemeindemitglieder mit von der Partie, die z. T. in ihrem Handwerk als Tischler (die Orgel musste 75 cm niedriger gemacht werden, dazu ein Gehäuseanbau), als Schlosser, in ihrem Können als Niedervoltspezialist oder schlichtweg nur als kräftige Transporthelfer mit viel Enthusiasmus bei der Sache waren.

Wir alle haben sehr viel Freude bei diesem Projekt gehabt. Man kann sich gut vorstellen, dass kaum eine Gemeinde sich so sehr mit ihrer neuen Orgel identifiziert wie diejenige, die selbst mit Hand anlegen durfte.

Anders ist es nicht möglich, die Kosten auf niedrigstem Niveau zu halten (die Orgel selbst war ein Geschenk der Hordeler Gemeinde). Diese Option wird leider noch immer von viel zu wenigen Kirchengemeinden wahrgenommen, die das Geld weder für einen Neubau noch für eine rein professionell durchgeführte Umsetzung aufbringen können oder möchten. Dadurch bleiben viele recht ordentliche Orgeln auf der Strecke (oder im osteuropäischen Ausland), die tatsächlich desolate Instrumente in anderen Kirchen ersetzen könnten. Natürlich gibt es noch genug Arbeiten, die nur ein Orgelbauer ausführen kann (man denke nur an die Nachintonation, die Stimmung, die logistische Planung, die Erläuterung zur Handhabung der Technik usw.). Selbstverständlich spreche ich hier nicht von kunsthistorisch wertvollen Orgeldenkmälern, aber da diese ohnehin eher die Ausnahme als die Regel in den Kirchen sind, geht die Arbeit bei den Gebrauchsinstrumenten nicht aus.

 

Positivwerk
   
Hauptwerk Hauptwerk
   
Positiv
Positiv
   
Pedalwerk Prospektdetail
   
Spieltisch Ansicht Empore